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Pädagogik

Waldorfpädagogik – bewährt, lebendig und zeitgemäß

Die Waldorfpädagogik ist das Fundament unserer Arbeit. Wir verstehen sie nicht als starres Regelwerk, sondern als lebendigen Ansatz, den wir im Einklang mit den Anforderungen der heutigen Zeit weiterentwickeln – mit dem Kind als eigenständiger Persönlichkeit im Mittelpunkt.

Ein Mandala aus Stöcken, Blättern und Blüten auf Moos

Bild 1 von 5: Ein Mandala aus Stöcken, Blättern und Blüten auf Moos

Ganzheitlich lernen

Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Kinder lernen auf ganz unterschiedliche Weise. Manche verstehen etwas am besten, wenn sie es erklärt bekommen, andere, wenn sie es selbst ausprobieren, zeichnen oder in Bewegung erleben. Deshalb gehören bei uns Bewegung, Kreativität, praktische Erfahrungen und fachliches Wissen zusammen.

Im Laufe ihrer Schulzeit lernen unsere Schülerinnen und Schüler eine breite Palette an Lernmethoden kennen. So können sie später neuen Anforderungen selbstbewusst begegnen.

Von der ersten Klasse an gehören auch zwei Fremdsprachen zum Unterricht: Englisch und Französisch.

Kopf

Fachliches Wissen erarbeiten, Zusammenhänge verstehen und lernen, eigenständig nachzudenken.

Herz

Mit Kreativität, Fantasie und künstlerischem Tun eine innere Beziehung zu dem aufbauen, was man lernt.

Hand

Durch Bewegung und praktische Erfahrungen begreifen – im wörtlichen Sinn.

Klassenlehrerprinzip

Eine verlässliche Beziehung, die wachsen lässt

Bei uns begleitet eine Klassenlehrkraft ihre Klasse von der ersten bis zur achten Klasse. Sie unterrichtet die Hauptfächer in Epochen und erlebt so über acht wichtige Entwicklungsjahre mit, wie jedes einzelne Kind wächst.

Diese Kontinuität schafft Vertrauen. Die Klassenlehrkraft kennt die Stärken, Fragen und Eigenheiten ihrer Schülerinnen und Schüler genau und kann sie entsprechend individuell fördern. Ergänzt wird der Hauptunterricht durch den Fachunterricht unserer Fachlehrkräfte.

Acht Jahre an der Seite eines Kindes – das heißt: wirklich wissen, wer es ist.

Rhythmus, Epochen, Bewegung

Lernen braucht Rhythmus und Bewegung

Jeder Schultag beginnt mit dem Hauptunterricht in den ersten beiden Stunden. In Epochen von mehreren Wochen vertiefen sich die Kinder dabei in ein Thema, statt im Stundentakt zwischen Fächern zu wechseln. Ein wiederkehrender Ablauf gibt dem Morgen Struktur und Ruhe.

Rhythmischer Teil

Ein bildhafter Bewegungsteil mit Musik, Sprachgestaltung und Gedächtnisschulung. Ab der 1. Klasse kann hier das Flötenspiel erlernt werden. Eine kurze Übung zu aktuellen Lerninhalten, etwa Kopfrechnen oder Rechtschreiben, schließt ihn ab.

Hauptlernteil

Hier erarbeiten sich die Kinder gezielt das Thema der laufenden Epoche aus dem Lehrplan ihrer Jahrgangsstufe.

Erzählteil

Die Klassenlehrkraft erzählt altersgerecht Märchen, Geschichten, Mythen und Lebensbilder großer Persönlichkeiten. In den oberen Klassen bereitet ein vertiefendes Gespräch den nächsten Tag vor.

Das Bewegte Klassenzimmer

In der ersten und zweiten Klasse unterrichten wir nach dem Bewegten Klassenzimmer: Leichte Holzbänke statt starrer Tische und Stühle schaffen Raum für Bewegung, Sitzkreis und Stillarbeit.

Mehr zum Bewegten Klassenzimmer

Waldorf heute

Bewährte Werte. Neue Wege.

Der Waldorfgedanke ist über hundert Jahre alt – und gerade deshalb nehmen wir ihn ernst, indem wir ihn weiterdenken. Wir verbinden bewährte waldorfpädagogische Werte mit modernen Lernformen und bereiten die Kinder zeitgemäß auf ein Leben vor, das sich ständig verändert.

Dafür stärken wir, was junge Menschen heute und morgen brauchen:

  • Selbstständigkeit
  • Kritisches Denken
  • Soziale Verantwortung
  • Zukunftskompetenzen

Zeugnisse und Noten

Entwicklung ist mehr als eine Note

Die wichtigste Leistung unserer Schülerinnen und Schüler ist ihre persönliche Entwicklung.

Eine Zahl allein sagt wenig darüber aus, was einen Menschen ausmacht. Deshalb erhalten die Eltern jedes Jahr ein ausführliches Wortgutachten, das Unterrichtsinhalte, Fähigkeiten, Talente und die Entwicklung ihres Kindes individuell beschreibt. Regelmäßige Elterngespräche ergänzen diesen Einblick. Noten führen wir erst ab der achten Klasse ein.

Schon am Ende der Grundschulzeit zeigen die Kinder in Referaten, künstlerischen Darstellungen, Monats- und Jahresarbeiten, was sie können. Zweimal im Jahr präsentieren sie Beiträge aus dem Unterricht bei unseren öffentlichen Schulfeiern.

Mit zunehmendem Alter rücken die erreichten Leistungen stärker in den Mittelpunkt: Ab dem Ende der neunten Klasse gibt es neben dem Wortgutachten eine halbjährliche Noteninformation und ein Jahreszeugnis mit Noten. So bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Anforderungen der staatlichen Abschlüsse vor.

Ein Ort, an dem Kinder ihren Weg finden

Wie sich unsere Pädagogik im Alltag anfühlt, erleben Sie am besten vor Ort. Lernen Sie uns persönlich kennen, stellen Sie Ihre Fragen und machen Sie sich selbst ein Bild.